Stefan Appelius ist Politologe mit den Schwerpunkten Politisches System der Bundesrepublik, Zeitgeschichte und Politische Bildung. Er lebt und arbeitet in Berlin und Kiel.
Der zweifache Friedrich-Ebert-Stipendiat hat über die Deutsche Friedensgesellschaft promoviert und sich über die politische Biographie des sozialdemokratischen Exilpolitikers Fritz Heine habilitiert, der zu den wichtigsten Köpfen des Arbeiterwiderstandes gegen die NS-Diktatur zählte. Seine rezenten Forschungen sind Repression und Gegenwehr in der DDR gewidmet und dabei speziell dem bislang wenig bekannten Flüchtlingsstrom an der verlängerten Mauer. In der jüngsten Vergangenheit hat er sich mit dem politischen Phänomen des rasanten Aufschwungs der Piratenpartei in der BRD befasst, was sich unter anderem im Sachbuch "Das Betriebsystem erneuern. Alles über die Piratenpartei" niederschlägt.
Stefan Appelius ist der Überzeugung, dass wissenschaftliche Arbeit sich nicht im Elfenbeinturm verstecken darf, dass die Zweiteilung von Theorie und Praxis überbrückt werden muss und die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung für alle Menschen barrierefrei nutzbar sein sollen. Er definiert die Politikwissenschaft in Anlehnung an Wolfgang Abendroth in erster Linie als Demokratiewissenschaft, die die entsprechenden Strukturen in der Gesellschaft nachhaltig stärken soll.
Seit 2012 arbeitet er als Pressesprecher der Piratenfraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Seine Tätigkeit am Lehrstuhl Politik und Regieren an der Universität Potsdam hat er dazu eingestellt, diejenige an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg wird davon jedoch nicht berührt. Dort unterrichtet er weiterhin blockseminarisch die Parteiengeschichte der BRD. Er lehrt leidenschaftlich gerne, hat Freude am wissenschaftlichen Diskurs und hofft mit seiner Arbeit dazu beizutragen, das selbstständige Denken in unserer Gesellschaft zu fördern.
Stefan Appelius ist Mitglied im Deutschen Hochschulverband (DHV) und in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).